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Tabu, Trauma und Identität

Die seit 1947 andauernde systematische Vertreibung der Palästinenser*innen aus Palästina/Israel und die Shoa werden gemeinhin nicht als Teil desselben historischen Prozesses gedacht. Sarah El Bulbeisi trägt zu einer notwendigen Debatte über die europäische Mitverantwortung für die palästinensische Gewalterfahrung bei, indem sie die Lebenswelten von Palästinenser*innen erster und zweiter Generation in Deutschland und in der Schweiz von den 1960er Jahren bis 2015 beschreibt. Auf der Grundlage von Lebensgeschichten und teilnehmender Beobachtung folgt ihre Oral History den Spuren systematischer Gewalt in Selbstbildern und Eltern-Kind-Beziehungen. Aus postkolonialer Perspektive werden dabei auch die Identitätsdiskurse der Betroffenen untersucht.

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DATEIGRÖSSE 5.29 MB
ISBN 9783837651362
AUTOR Sarah El Bulbeisi
DATEINAME Tabu, Trauma und Identität.pdf
VERöFFENTLICHUNGSDATUM 09/01/2020

Ablösung im Rahmen des „Psychosozialen Moratoriums“ nach Erikson. Dieser erstmals von Erik H. Erikson geprägte Begriff Psychosoziales Moratorium bezeichnet die Lebensphase zwischen Kindheit und Erwachsenen-Identität, in der sich eine langsame Ablösung von den Eltern und der endgültige Abschied vom Kindheits-Ich vollzieht. Diese Ablösung ist begleitet von unterschiedlichen Transgenerationelle Traumatisierung: Erinnerungsarbeit ...