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Statistische Thermodynamik

Wir werden spater, aus guten Grunden, der einen den Vorzug geben, im Augenblick mussen wir uns mit beiden auseinander­ ~etzen. Die altere und naivere Anwendung bezieht sich auf N wirklich existierende physikalische Systeme, die in wirklicher physikalischer Wechselwirkung miteinander stehen, also z. B. Gasmolekule oder Elektronen oder Plancksche Oszillatoren oder Freiheitsgrade (AtherosziIlatoren) eines Hohlraumes. Aile N zusammen stellen das betrachtete wirkliche physikalische System dar. Dieser ursprungliche Gesichtspunkt ist an die Namen von MAXWELL, BOLTZMANN und anderen geknupft. Er genugt aber nur zur Behandlung einer sehr beschriinkten Klasse von physikalischen Systemen - in der Tat nur der Gase. Er ist nicht auf ein System anwendbar, das nicht aus einer groBen Anzahl identischer Bestandteile mit privaten Ener­ gien zusammengesetzt ist. In einem festen Korper ist die Wech­ selwirkung zwischen Nachbaratomen so stark, daB man auch nicht gedanklich seine Gesamtenergie in die Privatenergien seiner Atome aufteilen kann, ja schon ein Hohlraum (ein Atherblock als Sitz der Vorgange im elektromagnetischen Felde) laBt sich nur in OsziIlatoren von vielen - unendlich vie­ len - verschiedenen Arten auflosen, so daB es mindestens not· wen dig ware, mit einer Gesamtheit von unendlich vielen ver­ schiedenen (weil aus verschiedenen Bestandteilen bestehenden) Gesamtheiten zu arbeiten.

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DATEIGRÖSSE 7.37 MB
ISBN 9783528084103
AUTOR Erwin Schrödinger
DATEINAME Statistische Thermodynamik.pdf
VERöFFENTLICHUNGSDATUM 01/03/2020

Statistische Thermodynamik - tf.uni-kiel.de Das Ziel der statistischen Thermodynamik ist einfach: Zurückführung der klassischen Thermodynamik auf die Bewegung und Wechselwirkung vieler Teilchen. Dabei sollen nur die bekannten Grundgesetze der Physik verwendet werden, im wesentlichen also die klassische Mechanik, oder auch die Quantenmechanik. Statistische Thermodynamik | Gerhard H. Findenegg | Springer